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25.06.2019

Sommerhitze: Reifenplatzer drohen

Sommerhitze: Reifenplatzer drohen

Aktuell steuert Deutschland auf eine Rekordhitze mit Temperaturen von nahe 40 Grad zu. LKW-Fahrer und Paketboten sind dann besonders gefordert: Neben der körperlichen Belastung steigt auch die Unfallgefahr durch hitzebedingte Reifenschäden.

Der ADAC-Truckservice ruft zu mehr Rücksichtnahme und vorbeugenden Maßnahmen auf.

Die wichtigste Hitzeregel in Sachen Technik ist der richtige Reifendruck. LKW-Lenker sollten jetzt vorbeugend Reifen und Reserveräder auf Beschädigungen und Fremdkörper untersuchen und den Druck am kalten Reifen prüfen. Anhaltende Sonneneinstrahlung heizt den Asphalt auf bis zu 60 Grad Celsius auf. Die Reifen werden weicher und verschleißen schneller. Stimmt der Luftdruck nicht, überhitzen die Pneus, sie können platzen oder sogar Feuer fangen. Ein Reifenplatzer ist selbst für routinierte Lenker ein Schreckmoment. Er verursacht einen lauten, fast explosionsartigen Knall, peitschenartig herumschleudernde Teile und reichlich Rauchentwicklung.

Fängt ein LKW-Reifen Feuer, kann ein umsichtiger Fahrer oft Schlimmeres verhindern. Wird der Brand früh genug entdeckt, kann er meist mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle gebracht werden. Ist der Brand bereits fortgeschritten oder sind Menschen in Gefahr, ist Weiterfahren oft die bessere Wahl.
Bei Zwillingsbereifung rät der ADAC Truckservice, mit Warnblinker schlingernd weiterzufahren, bis sich der brennende Reifen von der Felge gelöst hat. Mit Single-Bereifung oder einem Reifenbrand an der vorderen Lenkachse ist jedoch maximal Schrittgeschwindigkeit ratsam, denn sobald sich der Gummi von der Felge löst, wird das Fahrzeug in der Regel unkontrollierbar und könnte bei höheren Geschwindigkeiten leicht zum Beispiel eine Leitplanke durchbrechen.
Der LKW sollte auf dem Standstreifen zum Stehen gebracht werden, die Zugmaschine abgekoppelt und rund 20 Meter entfernt abgestellt werden. Keinesfalls darf ein brennender LKW unter einer Brücke oder in einem Tunnel abgestellt werden, auch dann nicht, wenn sich der Gummi bereits gelöst hat, warnt der ADAC-Truckservice.

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